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Blog zum Umbau einer 240Z / Fairlady Z

Nissan 240Z zu verkaufen zum Restaurieren. Mit so unspektakulären Zeilen fängt selten eine grosse Reise an.

Seit etwa 2000 geistert die Z in meinem Kopf rum… in Blau mit Turboumbau. Wie es meistens so ist, findet man eine Ausrede. Einmal findet man kein Auto für einen vernünftigen Preis dann war es wieder die fehlende Unterkunft. Genug grosse Einzelgaragen um solch ein Projekt durchzuziehen sind in der Schweiz richtig knapp. So schiebt man seinen Traum halt über Jahre vor sich hin.

Den Hinweis hat mir ein Kollege zugesendet. Der Preis war sehr interessant. Nach einem kurzen Telefon wurde ein Besichtigungstermin vereinbart. Das Fahrzeug stand wirklich, ohne zu übertreiben, ich vermute in einem ehemaligen Hühnerstall, im St. Galler Hinterland . Alles war feucht und modrig. Also alles andere als ideale Voraussetzungen für das Aufbewahren von Fahrzeugen. Das Auto war teilweise zerlegt und vieles fehlte bereits. Der Rost war soweit man das beurteilen konnte nicht tragisch. Das Fahrzeug hatte einen einen Unfall auf der linken Seite. Vorne links war dieser bereits behoben.
Hinten hat bereits jemand grosszügig ein Stück vom Kotflügel ausgesägt, mehr aber nicht. Auf den ersten Blick, kein überzeugendes Angebot, auch bei dem sehr tiefen Preis nicht. Ich winkte ab und vergass die Z.

Nach etlichem hin und her geschah zuerst gar nichts. Es gingen mindestens 2 Jahre ins Land. Durch einen Zufall, bekam ein Kollege die Möglichkeit sich eine kleine Garage in Aarau zu mieten. Kurz darauf wurde die Garage neben seiner ebenfalls frei… ich hatte zwar noch kein Fahrzeug aber ich übernahm die kleinere der beiden Garagen. Nachdem diese fast 5 Monate leer stand, kam ich nochmal auf das Auto in St. Gallen. Die Z war immer noch zu verkaufen.

Diesmal kam ich mit Verstärkung und einem Anhänger. Ein Bekannter meines Garagennachbarn ist Teilhaber einer Spenglerei und Karosseriewerkstatt. Er befand die Substanz für gut und meinte für den Betrag könne man zugreifen. Nachdem wir das Auto aufgeladen haben, ging es noch darum den ganzen Rest vom Fahrzeug zusammen zu suchen. Alles was noch vorhanden war um die Z zu komplettieren habe ich mitgenommen. Das dachte ich zumindest. Es waren noch mindestens 2 weitere Fahrten notwendig.

Mit den zur Verfügung stehenden Tools ging es ans zerlegen des Autos… Auch wenn ich nie vorhatte einen Blog oder dergleichen zu machen, habe ich die ganze Zerlegung des Autos trotzdem dokumentiert. Diese Fotos sollten sich beim späteren Zusammenbau als sehr nützlich erweisen. Der Innenraum der Z fehlte fast komplett. Ausser dem Armaturenbrett und dem Lenkrad war da nichts drin. Auch der Ausbau des Motors und des Getriebes entfiel, diese fehlten ebenfalls.

Der Plan war ein Strassenfahrzeug zu bauen welches eine gute Performance auf der Strecke bot. Darum das Moto: Gewicht runter und Leistung rauf. Im Zuge der Gewichtsreduktion mussten die Teermatten, welche sich bei jedem Strassenfahrzeug auf dem Boden des Innenraumes befinden, weichen. Da gibt es einen guten Trick mit Trockeneis. Die Idee dahinter ist das sich der Teer beim Vereisen zusammenzieht und dadurch die Klebfläche zum Metall einreist. Da sich der Teer nicht nur am Boden befindet, habe ich mit Plastiksäcken kleine Taschen an die entsprechenden vertikalen Flächen geklebt. Nun galt es das Trockeneis in Form von kleinen Pellets auf der gesamten Fläche zu verteilen. Nach 10 Minuten war der ganze Zauber auch schon vorbei. Einige Teermatten liessen sich praktisch an einem Stück aus dem Auto entfernen. Welch ein Unterschied zum stundenlangen hämmern mit Kunststoffmeisel und Hammer, ohne dabei alles rauszukriegen und nur den Unterboden zu verbeulen.

Es werden im Laufe der Zeit immer mehr Teile aus der Karosserie. Es wird an der Zeit sich an die Archivierung, Beschriftung und Dokumentation zu machen. Viele Details sind im Werkstatthandbuch nicht erwähnt wie was genau zusammenkommt. Immer mehr Fotos müssen gemacht werden.

Die ersten Spezialwerkzeuge werden angefertigt. Besonders die Spindle Pins der hinteren Federbeine sind eine Knacknuss. Mehrere Varianten des Werkzeugs waren notwendig bis der untere Querlenker vom Federbein gelöst werden konnte.

Auch hier Zerlegungen von kleinen Detailsachen wie die Mechanik der Heizung wollen gut dokumentiert sein.

Der erste Besuch der Karosserie beim Spengler die Carrosserie Rank in Murgenthal. Es wurden die offensichtlichsten Schäden behoben an der Karosserie. Für den beschädigten, hinteren Kotflügel und viele andere Teile, habe ich von einem anderen Z Schrauber eine Karosserie als Teilespender gekauft. Um die Kosten etwas zu senken, habe ich auch selber Hand angelegt, etwa beim entlacken vieler Teile, die ich als Vorlage für die Herstellung von Karbonteilen benötige.

Es treffen die ersten neuen Teile ein. Hier z.B. die Bremsanlage, dazu später mehr.

Ein Kollege, welcher oft in Japan weilt, hat mir netterweise die Torsen Differentialsperre eines Nissan Silvia S15 mitgenommen.

Kostensenkungsmassnahmen sei Dank (Ziel ist möglichst oft das gleiche Produktionswerkzeug zu verwenden) besteht die Hinterachse jetzt aus einer Ansammlung von Nissan Teilen von den Jahren 1972 – 2002 😀
 

 

Erste Auslege Ordnung der Hinterachse.
R200 Teller und Kegelrad aus einem 1978er Nissan Fairlady 280Z Endübersetzung 3.545:1 ergibt mit dem verbauten Getriebe und Reifen dann einen Topspeed von 315 km/h… rein theoretisch… mal gucken was der blöde Luftwiderstand dazu sagt. ;D
Torsen Selbstsperrdifferential aus einem 2002er Nissan Silvia R (Hat mir netterweise ein Kollege aus Japan mitgebracht im Handgepäck)
Gleichlaufgelenk und Antriebswelle aus einem 1993er Nissan Terrano II
Birfield Typ Gleichlaufgelenk aus einem 1989er Nissan 300ZX Turbo
Antriebsflansch vom 1972er 240Z Federbein
Bremshalterung aus einem 1992er Nissan Maxima
Bremszange vom 1983er Nissan 280ZX

Den Antriebsflansch und die Antriebswelle kann man nicht einfach so aneinanderschrauben, wie den Rest, hier braucht es einen kleinen Adapter… Die neuen CAD Programme sind nicht mal so kompliziert.

Die Karosserie ist wieder da!

Es gibt im Setup immer wieder Änderungen im Konzept. Hier habe ich mir Turbolader aus einem Nissan 200SX S13 besorgt. Hier war das Konzept den Originale 2.4 Liter Motor aber Twinturbo.

Damit die Z auf der Piste eine gute Figur macht, respektive als Verbesserung an aktiver Fahrsicherheit wird natürlich die Bremse optimiert…
 
Von vorne Original 2 Kolben Sattel mit unbelüfteter Scheibe erfolgt ein Upgrade auf eine grössere innenbelüftete Scheibe und ein 4 Kolben Sattel mit grösseren Belägen

Vorher


Nachher


Leider ist es nicht ganz Plug & Play. Es braucht einen Adapter zwischen der Radnabe und der Bremsscheibe. Diese kann man natürlich kaufen aber diese erfüllen meinen persönlichen Standart nicht so ganz. Die meisten Adapter besitzt keine Vorrichtung um die Bremsscheibe sauber zu zentrieren. Was zur Folge hat, dass die Scheibe um die Hochachse auf der Nabe eine Unwucht hat.
  
Also verbesserte Variante auf CAD Programm gezeichnet mit welche die Scheibe sauber zentriert 


Da ich die genauen Abmessungen nur schwer ausmessen konnte gibt es ein Modell aus einem 3D Drucker. ;D
 

 
Verbaut und passt…  jetzt noch Auftrag an die kleine mechanische Werkstatt damit ich das Teil auch aus Hochlegiertem Alu habe.

Ich musste endlich reinen Tisch machen! Ich hatte zwar bis zu diesem Zeitpunkt alle Teile die ich abgebaut hatte in Kartons verpackt und auch die dazugehörigen Schrauben in kleinen Plastiksäcklein dazugelegt. Was jetzt aber davon noch wiederverwendbar war und was ich neu haben musste, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Zu gross war der Drang zu zerlegen. Da ich die noch verwertbaren Schrauben reinigen musste, um sie neu beschichten zulassen, habe ich mir ein System ausgedacht, wie ich die jeweiligen Schrauben dem passenden Bauteil wieder zuordnen kann. Dazu legt man die Schrauben neben das Bauteil und schreibt alle wichtigen Eckdaten der Schrauben neben diese. Eckdaten wie z.B. Durchmesser, Länge, Schaft oder keiner und was evtl. an Markierungen auf dem Schraubenkopf zu sehen sind.

Da doch eine grössere Leistungssteigerung geplant war musste ein stabileres Getriebe her. Ich habe mir je ein Nissan 200SX vom S13 und S14 Getriebe geholt. Wenn man die Originale Glocke des Z Getriebes überarbeitet, kann man die deutlich verbesserten Getriebe auch am Motor der 240Z verwenden.

Nur mittels Leistung die Geschwindigkeit des Fahrzeugs zu erhöhen, macht das Fahrzeug etwas zu eindimensional. Es soll nicht nur gut beschleunigen, sondern auch sehr gut verzögern können und hohe Kurvengeschwindigkeiten erreichen. Die Z ist schon sehr leicht mit knapp etwas über einer Tonne. Da muss der Kollege mehr Aufwand betreiben.

Seine ersten Carbonteile 😀

Von den Karbonplatten hat er 4 Varianten hergestellt mit jeweils unterschiedlichem Materialmix und Herstellungsart…
Das wurde gemacht, um rauszufinden mit welcher Machart, er möglichst einfach ein Materialgutachten vom DTC bekommen (mit diesem kann er dann Carbon Teile produzieren für jedes beliebige Fahrzeug).
  

Jetzt wird es Zeit die Zerstörungswut rauszulassen… 😀 Hier unser Testobjekt…  es ist die simpelste Platte mit nur unidirektionalem Gewebe (alle Fasern zeigen in eine Richtung) Die Platte ist auch nicht gebacken, was ihr zusätzliche Festigkeit verleihen würde. Eingespannt in unserer nachgebauten Box, nach EU Testrichtlinien Vorschrift.  
   

Die 2.6 Kilo schwere Edelstahlkugel muss aus 3.5m Höhe das Testobjekt treffen.

Und Einschlag. Wie erwartet ist die Platte wegen dem unidirektionalen Gewebe zerbrochen. Aber die Kugel ist nicht durch und die Bruchkante nicht scharfkantig… Test also bereits bestanden. 😀
Er wird noch die restlichen Platten backen (Festigkeit nimmt dabei zu) und noch die von ihm angestrebten Varianten testen mit festerem Gewebe und isotroper Anordnung der Faser (die Fasern sind dort im 45° Winkel zueinander versetzt).  

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Auch gibt es Teile an denen man Wochen verbringt bis man endlich zu einem Ergebnis kommt.
 

Als endlich die Schraube vom Federbein entfernt werden konnte, war es endlich möglich anfangen zu messen und zu planen für einen Umbau auf ein Gewindefahrwerk.

Um die Schrauben für den Beschichter vorzubereiten müssen diese Entrostet werden. Als einfachste Methode für mich war die Variante mittels eines Tumbler. Dabei wird das zu entrostende Material in einen Behälter mit Schleifmaterial gegeben und mittels eines Unwuchtmotors in Vibrationen versetzt. Dadurch wird der Rost von den Teilen abgetragen. Natürlich gibt es solche zu kaufen, aber wir haben uns dafür entschieden selber solch einen zu bauen. Funktioniert hat es recht gut, die Staubemissionen waren wegen des fehlenden Deckels aber zu hoch.

Beim Motor ist ein Turboumbau geplant, deshalb habe ich mir günstig einen Turbolader von einem 280ZX Turbo besorg habet. Das Zerlegen von Turboladern ist immer ein bisschen Problematisch. Meistens sind das Turbinengehäuse und die Mittelsektion gut miteinander verrostet. Von der Verschraubung dieser ganz zu schweigen. Aus diesem Grund habe ich mir ein Werkzeug herstellen lassen. Mit diesem ist es möglich mit dem rausdrehen der Schrauben das Abgasgehäuse langsam von der Mittelsektion zu drücken.

Kleine Auslege Ordnung und das Vorbereiten der ersten Teile zum Sandstrahlen und beschichten.

Und so sind die Teile vom Strahler zurückgekommen. Die Teile wurden mit Glasperlen gestrahlt.

Da die neue 4 Kolben Festsattel Bremszange grösser ist als die Originale 2 Kolben Festsattel Bremszange musste das Hitzeschutzschild an der Vorderachse überarbeitet werden. Hier das Ergebnis nach ein bisschen bearbeiten mittels Blechschere und Hammer und Schraubstock.

Hier das Ergebnis der fertig gepulverten Teile. Und gleich noch eine Ladung bereit gemacht fürs Pulvern.

Durch den geplanten Motorsport Einsatz und den Turboumbau ist ein Ölkühler notwendig. Hier der Prototyp.

Das erste komplette wieder zusammengebaute und restaurierte Bauteil. Die beiden Antriebswellen mit neuen Achsmanschetten. Der Rest wurde aufbereitet.

Der neue Tumbler wird in Betrieb genommen. Als Reinigungsmedium brauche ich Delfir Chips. Hier sieht man das Ergebnis an einer Schraube.

Hier versuche ich mich als Lackierer am Differentialgehäuse.

Bisher stand die Z auf Unterstellböcken oder ganz am Anfang auf einer Holzkonstruktion mit Kunststoffrädern damit sie geschoben werden konnte. Das war für den nächsten Schritt an der Karosserie keine Option. Sie sollte nach Deutschland zum ablaugen und Tauchbadlackieren. Der Betrieb bei dem diese Arbeiten geplant waren, hat klare Vorgaben wie das Transportgestell aufgebaut sein muss. Dafür haben ich 4 Kant Rohre besorgt welche beim Garagennachbar zu diesem Gestell zusammengeschweisst wurden.

Aus Deutschland habe ich mir noch einen zweiten L28 Motorblock beschafft. Die Idee ist es diesen Motor aufzufrischen und für die erste Abstimmung zu benutzen. Geplant ist wie man sieht ein Vergaser Turbo Umbau. Es bringt nichts, den mit teuren Komponenten und viel Arbeit revidierten Motor, mit einem zu mageren Gemisch oder falsch eingestellter Zündung kaputt zu machen.

Als Sitz kommt ein Recaro SPG XL zum Einsatz. Da ich relativ gross bin brauche ich diesen Sitz damit die Schultergurte korrekt zum Liegen kommen. Zu oft sieht man Schalensitze mit Hosenträger Gurten die nicht auf der richtigen Höhe liegen. Im Fall eines Unfalls komprimieren die Gurte dann das Rückgrat. Basis sind die Originalen Laufschienen die mit einem Adapter mit dem Sitz verbunden werden.

Immer mehr Teile kommen vom Sandstrahlen zurück die ich in der Garage selber lackiere mit einem Lack der speziell für Unterboden / Fahrwerksteile gedacht ist.

Eintreffen der Auspuffanlage aus Japan. Am Anfang war es geplant etwas selber zu bauen. Aber der Preis war zu gut und das Endrohr gefiel mit besonders.

Die Karosserie ist zurück! Nach der Behandlung mittels ablaugen und Tauchbadlackieren sie die Karosserie nun so aus. Der Vorteil dieser Behandlung gegenüber anderen Methoden ist das auch zischen den Blechfälzen der Rost entfernt wird. Unbeschädigtes Metall wird dabei nicht angegriffen. Es wird alles entfernt alte Farbe, Dichtungmaterial, alter Spachtel, Kleber und natürlich Rost.

Hier habe ich mal einen der alten Turbolader zerlegt um aus dem Mittelteil und dem Abgasgehäuse mit einem anderen Kompressor einen Hybriden aufzubauen. Es zeigt sich wieder einmal, wie wichtig der regelmässige Ölwechsel, richtiges Öl und das kaltfahren bei solchen alten, nur Ölgekühlten Turbos ist!

Als ich beim Beschichter vorbeifuhr um noch ein paar Schrauben abzugeben, hat dieser mir die bereits fertigen Teile gezeigt. Ich bin sehr zufrieden. Eine riesen Vorfreude, wenn es dann bei einem selber auch so aussieht.

Die Hinterachse ist fast komplett. Das fertige Differential mit den Antriebswellen dazu.

Hier ist noch ein weiteres kleines Bremsenupgrade geplant. Ich konnte günstig die Bremsanlage von einem R32 GT-R erwerben. Die Scheibe ist grösser und auch dicker als die bereits geplante Kombination.

Jetzt geht der Spass los! Das aussortieren der gelbchromatierten Teile. Jetzt weiss man, wieso man sich am Anfang den Aufwand mit dem Festhalten der genauen Stelle wo welche Schraube verbaut ist gemacht hat.

Fotos von der Karosserie bei der alle Karosserienähte zu Verstärkung an den kritischen Stellen nachgepunktet wurden. Zu diesem Zweck habe ich intensiv, in den Magazinen und Fachbüchern, welche ich mir seit Beginn des Projekt angehäuft habe geforscht. So erhielt ich einen Einblick, wo früher bei den Rennfahrzeugen diese Verstärkungen angebracht wurden.

Langsam kann man die Baugruppen wieder zusammensetzten. Hier die Pedalerie.

Sitzschienen

Heizungssteuerung

Nachdem das Fahrzeug beim Spengler nachgeschweisst wurde, ging die ganze Karosserie zum Käfigbauer.
Nach einigen Vorbesprechungen mittels Skizzen, welche ich vorher im CAD angefertigt habe, wurde die Karosserie vom Spengler dort angeliefert. Anbei einige Impressionen vom ganzen Prozess bis zum Endprodukt. Ziel war natürlich ein Plus an Sicherheit und auch die Erhöhung der Steifigkeit der Karosserie. Auch hier erwiesen sich die alten Bücher als Segen.

Da die Recaros für die Z viel zu gross waren, gibt es andere Sitze. Diese passen auch von der Konstruktion her eher zu der Z.

Am meisten Respekt beim ganzen Projekt hatte ich vor der Elektrik. Viel ist an der Z nicht dran aber ich hatte 2 Probleme. Ich war nur im Besitz der amerikanischen Werkstatthandbücher. Die Z unterscheidet sich je nach Auslieferungsland nicht massgeblich aber doch genug, dass man unsicher wird. Das zweite Problem war, dass bereits am Kabelbaum gebastelt wurde. Ich habe zu einem späteren Zeitpunkt einen zweiten Kabelbaum gekauft. An diesem waren auch schon einige unschöne Basteleien, aner so konnte ich aus zwei Kabelbäumen trotzdem einen kompletten machen.

Einer der Herausforderungen war es, die passenden Stecker zu finden. Nach etlichen Stunden Recherche und der japanischen Frau eines Bekannten, konnte ich die passenden Stecker in Japan bestellen.

Langsam setzt sich auch das Fahrwerk zusammen. Entwurf im CAD

Die originalen Rohre wurden entfernt alles und alles Sandgestrahlt

Aus hochfestem Stahl wurden neue Federbein Rohre gefertigt.

Um die einstellbaren Federteller montieren zu können noch ein weiteres Drehteil, dass auf das Rohr geschweisst wird.

Langsam treffen auch die ersten Teile für die einstellbaren Querlenker ein

Als kleine Abwechslung habe ich mir die beiden Turbolader angesehen. Ich habe bewusst die Variante mit dem kleinsten Abgasgehäuse ausgewählt um ein möglichst gutes Ansprechverhalten zu erreichen.

Die Gehäuse werden zum Sandstrahlen gesendet und die Turbine sowie das Kompressorrad extern an eine Firma zum Wuchten gesendet.

Fertig gewuchtete Turbolader

Eines der gekauften Getriebe wird zerlegt um alle Lager zu erneuern

Auch hier ist es wichtig, alles fein säuberlich zu dokumentieren um den Zusammenbau zu erleichtern.

Für den Turboumbau muss ein Krümmer angefertigt werden um die Turbolader montieren zu können. Ebenfalls entsteht hier die Ansaugbrücke welche die Ladeluft zu den Vergasern leitet. Beide Flansche, auf Papier ausgedruckt, um die Passgenauigkeit der CAD Zeichnung zu prüfen.

Hier die hintere Bremszange. Der Umbau von Trommelbremse auf eine Scheibenbremse erfolgt mittels Nissan 280ZX Bremsen. Die Zangen sind leider schwer zu bekommen vor allem die Beifahrerseite. Aus diesem Grund musste ich eine gebrauchte erwerben und revidieren.

Fertig revidierter Bremssattel.

Die Position des Endanschlages für den Federteller wird definiert.

Und alles für das Schweissen bereit gemacht.

Bei schönem Wetter, kann ich mich wieder als Lackierer betätigen. Die Aluteile erhalten eine Schicht Zapon Lack zum Schutz.

Der hintere Querlenker beim Schweisser

Und das Fertige Produkt.

Robuster, leichter als das Original und obendrein noch einstellbar!

Kleiner Prototyp Aufbau mit einem Subaru Lenkgetriebe. Falls es mit der breiteren Bereifung vorne doch etwas zu schwer wird mit dem Lenken, hier eine machbare Servolenkung Lösung.

Ein kleiner „Sidequest“ mit dem Garagenkollegen. Der Ofen für das Backen von Carbon ist fertig. Steuerung mittels eines PID Kontrollers und eines K-Element Thermosensors. So lassen sich die Temperaturkurven, für das temperieren des Carbons programmieren.

Mit dem Federbein ging es auch weiter. Dieses ist nun verschweisst und bereit für den Zusammenbau.

Die Karosserie ist wieder zurück. Das Gestell wurde entfernt und die Karosserie aufgebockt. Sowie provisorisch der Motor montiert.

Da der Motor von Sauger zum Turbo umgebaut wird, müssen alle Komponenten im Motorraum platziert werden, um entsprechende Leitungen und Halter verlegen zu können. Im folgenden Bild ist sogar der Ladeluftkühler vorne aus Karton.

Position der Turbolader definieren.

Neben den beiden Turboladern braucht es auch die Ansaugbrücke mit dem Luftsammler. Hier noch als Kartonmodell.

Der Ladeluftkühler wird ebenfalls platziert und die Positionen ausgemessen um entsprechende Halter und Rohre fertigen zu können.

Man nähert sich mittels Kartonmodell und CAD langsam an.

Nachdem die Positionen bestimmt waren, wurden im CAD Zeichnungen angefertigt und die entsprechenden Bauteile ausgedruckt.

Zeitgleich wurden die Adapter für die Sitze fertiggestellt und montiert

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Die Federbeine und Querlenker sind gelbchromatiert und bereit für den Zusammenbau.

Manchmal muss die Herdplatte, zum Kaffeekochen, auch als Hitzequelle zum montieren von Lagern herhalten.

Hinterachse eingebaut. Leider fehlen noch ein paar Teile um auch die Bremsanlage zu montieren.

Dier vorderen Federbeine und Querlenker sind noch nicht soweit.

Der Abstandhalter hat hier zwei Funktionen. Zum einten korrigiert es den Winkel des unteren Querlenkers wenn man den Wagen tieferlegt. Zum zweiten beinhaltet es den Verstellmechanismus der Zugstufe vom vorderen Stossdämpfer. Dieser ist unten durch das kleine Fenster erreichbar.

Auf konventioneller Maschine hergestellt!

Anprobe der Frontschürze

Anprobe der eingetroffenen Felgen… noch nicht am Fahrzeug, sondern nur mal ans alte Federbein geschraubt.

Benzin System mit zwei Pumpen und einem Surge Tank. Der Surge Tank dient dazu, dass immer eine gewisse Menge Treibstoff in Reserve ist, falls durch hohe Querbeschleunigung das Benzin aus dem Haupttank nicht zuverlässig angesaugt werden kann.

Auch im Interieur geht es voran. Halter mittels 3D Druck erstellt um die zusätzlichen Anzeigen zu montieren.

Und auch die Rückspiegel brauchen einen Adapter, um an den Türen montiert werden zu können.

Da vorne im Motorraum, wegen dem Käfig, die Batterie keinen Platz mehr hat, findet diese hinten im Kofferraum ein neues Zuhause.

Auch Bauteile wie der Wischwasserbehälter oder der Behälter der Kurbelgehäuseentlüftung brauchen ein neues Zuhause.

Als kleines Upgrade im Innenraum wird die Uhr eines 1983 Nissan 280ZX eingepasst.
Neben der normalen Funktion als Uhr hat diese noch Zusatzfunktionen wie Stoppuhr und Lap Timer.

Mittels 3D den Aapter für die hintere Bremszange aus einem 1979 280er ZX ausgedruckt. Passt, aber unter den 16″ Felgen hat es deutlich mehr Platz!

Darum Start Projekt bau einer Bremsanlage auf der Basis von Wilwood Komponenten.
Das Preisleistungsverhältnis ist sehr gut und es hat eine enorme Auswahl an Bremszangen, Bremsscheiben aus denen man etwas passendes zusammenstellen kann. Hier ein Bild im CAD… 4 Kolben Sattel und 328x28er Bremsscheibe.

Ebenfalls die Ansaugbrücke komplett überarbeitet und mit einem rudimentär nachgezeichneten Motorraum alle Komponenten im Motorraum plaziert. Im nächsten Schritt wird dann „virtuell“ die Verrohrung des Ladeluftkühlers simuliert.

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